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Situation älterer MigrantInnen in Österreich

Am 1. Oktober ist "Internationaler Tag der älteren Menschen". In Österreich sind 62.654 ausländische StaatsbürgerInnen älter als 65 Jahre. MigrantInnen gehen später in Pension, sie haben eine geringere Lebenszufriedenheit. Die meisten MigrantInnen wollen für immer in Österreich bleiben.

GastarbeiterInnen bedeutend für österreichische Wirtschaft

GastarbeiterInnen haben in den 1960ern und 1970er Jahren wesentlich zum Wirtschaftsaufschwung in Österreich beigetragen - vor allem jene aus Ex-Jugoslawien und der Türkei. Sie glichen den Arbeitskräftemangel aus und verlängerten den Wirtschaftsaufschwung. Auch heute sind sie ein wichtiger Faktor in der österreichischen Wirtschaft.

Soziale Situation der GastarbeiterInnen – heute

Durch die Anwerbe-Abkommen mit der Türkei und Jugoslawien kamen hunderttausende GastarbeiterInnen nach Österreich. Der Großteil ist hier geblieben. Heute üben sie vermehrt Arbeiterberufe aus, beziehen ein verhältnismäßig geringes Einkommen. Gastarbeiter verfügen über ein stark ausgeprägtes familiäres und soziales Netzwerk.

Soziale Situation der GastarbeiterInnen – damals

Die soziale Lage der GastarbeiterInnen hierzulande war schlecht: Sie waren meist in Niedriglohn-Branchen tätig, über zwei Drittel der GastarbeiterInnen lebten 1981 in Substandard-Wohnungen. Heimweh, Verständigungsschwierigkeiten und Stress prägten die soziale Situation der GastarbeiterInnen.

70.000 bis 100.000 KroatInnen in Österreich

Am 1. Juli tritt Kroatien der Europäischen Union bei. Etwa 70.000 Personen mit kroatischem Migrationshintergrund leben laut Statistik Austria in Österreich. Der kroatischen Kirche zufolge sind es gar über 100.000.

Etwa 440 Grundwehrdiener im Ausland geboren

Von den etwa 12.000 Grundwehrdienern wurden 440 im Ausland geboren. Bei den rund 14.500 Berufssoldaten sind es rund 340, die nicht in Österreich geboren wurden. Am 20. Jänner findet die Volksbefragung zum Thema Berufsheer oder Wehrpflicht statt.

Geschichte der Zuwanderung von GastarbeiterInnen

Ende Dezember 1961 wurde das Raab-Olah-Abkommen unterzeichnet - der Grundstein für die späteren Anwerbe-Abkommen und den Zuzug von GastarbeiterInnen aus der Türkei und Jugoslawien. Die GastarbeiterInnen waren anfangs gern gesehen, die Stimmung ihnen gegenüber war positiv.

GastarbeiterInnen als Wirtschaftsfaktor

Sie haben den Wirtschaftsaufschwung verlängert und dienten in der Rezession der 1970er Jahre als "Puffer": Seit den Anwerbe-Abkommen stellten die GastarbeiterInnen stets einen entscheidenden Wirtschaftsfaktor dar, der sich abseits der Nachfrage etablierte.

Lebenssituationen von ausländischen Studierenden

Während "Bildungsausländer" aus Westeuropa neben der Uni häufiger bereits berufsorientiert arbeiten können, kämpfen Ex-Jugoslawen und Türken öfter mit finanziellen Problemen und müssen "qualitativ niedrigeren" Tätigkeiten nachgehen. Studierende aus Südtirol wollen übrigens am häufigsten zurück in die Heimat.

Österreicher haben negatives Bild über Integration

Eine überwältigende Mehrheit der Österreicher ist mit dem Integrationsprozess unzufrieden. Laut einer GfK-Umfrage sind 64 Prozent der Österreicher der Meinung, dass die Integration schlecht funktioniert. Anders und ganz und gar nicht so pessimistisch sehen dies die Migranten selbst.

Jugoslawien-Kriege: 115.000 flohen nach Österreich

Durch den kriegerischen Zerfall Ex-Jugoslawiens, der sich zum 20. Mal jährt, sind Hunderttausende Menschen zu Flüchtlingen geworden. In Österreich fanden rund 115.000 Personen aus Bosnien-Herzegowina, Kroatien und dem Kosovo zumindest vorübergehend Zuflucht. Etwa die Hälfte von ihnen konnte sich in Österreich eine neue Existenz aufbauen.

Muttersprachen-Unterricht – Das Angebot ist knapp

Rund 30.000 Schüler erhalten österreichweit im Schuljahr 2010/11 Muttersprachen-Unterricht in insgesamt 22 Sprachen. Die gefragtesten Sprachen sind Bosnisch/Kroatisch/Serbisch sowie Türkisch. Die Teilnahme am Muttersprachen-Unterricht beruht auf Freiwilligkeit. Pädagogen wünschen sich eine Umwandlung in ein Pflichtfach.