Das Portal für JournalistInnen zu Migration und Integration

Wien: Hälfte der Bevölkerung hat Migrationshintergrund

Wien ist und bleibt eine Zuwanderungsstadt. Mittlerweile hat jede/r zweite in Wien lebende Person Migrationshintergrund. Probleme gibt es laut dem dritten Integrations- und Diversitätsmonitor der Stadt Wien u.a. auf der Ebene der politischen Partizipation: Rund ein Viertel der Wiener Bevölkerung ist vom Wahlrecht ausgeschlossen.

Über 400 Berufssoldaten im Ausland geboren

Von den etwa 14.000 Berufssoldaten des Österreichischen Bundesheers wurden 410 im Ausland geboren, von den rund 11.400 Grundwehrdienern haben 375 einen nicht-österreichischen Geburtsort. BKS und Türkisch sind nach Deutsch die am häufigsten gesprochen Muttersprachen der Präsenzdiener.

Höheres Armutsrisko für AusländerInnen

35 Prozent der hier ansässigen nicht-österreichischen Staatsangehörigen sind armuts- und ausgrenzungsgefährdet. Damit sind mehr als doppelt so viele betroffen wie österreichische StaatsbürgerInnen (16 Prozent). Kinder aus armutsgefährdeten MigrantInnen-Familien haben es besonders schwer.

Berufseinstieg von AkademikerInnen mit Migrationshintergrund

MigrantInnen brauchen länger bei ihrer ersten Jobsuche und schreiben mehr Bewerbungen als ÖsterreicherInnen. Personen aus Ex-Jugoslawien schreiben gar 33 Bewerbungen, bevor sie einen Job bekommen. AkademikerInnen mit Migrationshintergrund finden seltener eine unbefristete Tätigkeit.

Situation älterer MigrantInnen in Österreich

Am 1. Oktober ist "Internationaler Tag der älteren Menschen". In Österreich sind 62.654 ausländische StaatsbürgerInnen älter als 65 Jahre. MigrantInnen gehen später in Pension, sie haben eine geringere Lebenszufriedenheit. Die meisten MigrantInnen wollen für immer in Österreich bleiben.

Vorarlberg: Wenige Kandidaten mit Migrationshintergrund

14,7 Prozent der Personen im wahlfähigen Alter sind bei der Landtagswahl in Vorarlberg nicht wahlberechtigt. Insgesamt sind acht MigrantInnen auf den Wahllisten der Parteien vertreten, diese treten entweder für die SPÖ oder die Grünen an. Vier von neun Parteien sprachen nach eigenen Angaben im Wahlkampf gezielt MigrantInnen an.

GastarbeiterInnen bedeutend für österreichische Wirtschaft

GastarbeiterInnen haben in den 1960ern und 1970er Jahren wesentlich zum Wirtschaftsaufschwung in Österreich beigetragen - vor allem jene aus Ex-Jugoslawien und der Türkei. Sie glichen den Arbeitskräftemangel aus und verlängerten den Wirtschaftsaufschwung. Auch heute sind sie ein wichtiger Faktor in der österreichischen Wirtschaft.

Migration in Schulbüchern: Problem und Gefahr

MigrantInnen prägen Österreichs Geschichte und Gesellschaft stark. In Schulbüchern wird dieser Tatsache jedoch kaum Beachtung geschenkt - im Gegenteil: Migration wird in vielen Fällen noch immer als Problem gesehen, Bilder von MigrantInnen bedienen gängige Klischees und MigrantInnen selbst kommen kaum zu Wort.

Schwarze: Ungleichbehandlung und Rassismus

Für viele in Österreich lebende Menschen mit schwarzer Hautfarbe existiert Gleichheit und Gleichstellung vor den österreichischen Verwaltungs- und Justizinstitutionen, im Gesundheitssystem und im öffentlichen Raum nicht. Laut einer Studie erfahren schwarze Menschen in Österreich immer wieder Diskriminierungen.

Studie: Österreich nur „bedingt zukunftsfähig“

In einer internationalen Vergleichsstudie liegt Österreich bei der Politikperformanz auf Platz 19 von insgesamt 41 EU- und OECD-Ländern. Besonders schlecht fiel die Beurteilung des Bereichs Integration aus. MigrantInnen haben im Bildungssystem und am Arbeitsmarkt weit schlechtere Chancen als ÖsterreicherInnen.

 

Europawahl 2014 – Zahlen und Fakten

Von 22. bis 25. Mai finden Europawahlen statt. In Österreich wird am 25. Mai gewählt. Rund 35.000 Auslands-ÖsterreicherInnen sowie 33.000 BürgerInnen der 27 EU-Mitgliedsstaaten sind wahlberechtigt. Ca. 449.000 Drittstaatsangehörige, die in Österreich leben und im wahlfähigen Alter sind, haben kein Wahlrecht.

Soziale Situation der GastarbeiterInnen – heute

Durch die Anwerbe-Abkommen mit der Türkei und Jugoslawien kamen hunderttausende GastarbeiterInnen nach Österreich. Der Großteil ist hier geblieben. Heute üben sie vermehrt Arbeiterberufe aus, beziehen ein verhältnismäßig geringes Einkommen. Gastarbeiter verfügen über ein stark ausgeprägtes familiäres und soziales Netzwerk.

Soziale Situation der GastarbeiterInnen – damals

Die soziale Lage der GastarbeiterInnen hierzulande war schlecht: Sie waren meist in Niedriglohn-Branchen tätig, über zwei Drittel der GastarbeiterInnen lebten 1981 in Substandard-Wohnungen. Heimweh, Verständigungsschwierigkeiten und Stress prägten die soziale Situation der GastarbeiterInnen.

Österreich ohne Zuwanderung: Daten und Fakten

ZuwanderInnen bilden einen wichtigen Teil der österreichischen Bevölkerung. Etwa jede fünft Person hat Migrationshintergrund. Wie aber würde Österreich ohne Zuwanderung aussehen? Die MSNÖ wirft einen näheren Blick auf die Bevölkerungsstruktur und wichtige soziale-ökonomische Bereiche.

Rassismus und Fremdenfeindlichkeit auf Facebook

Am 21. März ist Internationaler Tag gegen Rassismus. Rassistische und fremdenfeindliche Initiativen auf Facebook nehmen trotz strenger Regelungen zu. Viele bleiben jedoch unendeckt, weil sie auf den ersten Blick harmlos wirken. Die MSNÖ warf einen genaueren Blick darauf. Weiterer Trend: Zahl der Pro-AusländerInnen-Seiten nimmt zu.

AK Wien: 38% der Mitglieder haben Migrationshintergrund

Rund 320.000 Mitglieder der AK Wien haben Migrationshintergrund. Damit sind 38 Prozent aller Mitglieder MigrantInnen. Diese Personen können - selbst wenn sie nicht die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen - an den AK-Wahlen teilnehmen.

Filmfestivals in Österreich: Thema Migration sehr präsent

Am 2. März  findet die 86. Oscarverleihung statt. In Österreich gibt es ca. 30 Filmfestivals und etwa 40 weitere Filmtage und Filmwochen. Die Themen Migration und Integration sind dabei sehr präsent. Der Fokus der Veranstaltungen liegt häufig auf Minderheiten oder MigrantInnen. Auch einzelne Länder oder Gebiete rücken in den Mittelpunkt.

Studie: Vielfalt wird in Österreich noch nicht geschätzt

Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung sieht es mit dem gesellschaftlichen Zusammenhalt in Österreich gut aus, die Diversität wird jedoch im Vergleich zu anderen Staaten noch immer nicht richtig akzeptiert. Hierzulande mangle es besonders an der Toleranz gegenüber Minderheiten.

Communities setzen in der Ballsaison ihre Tradition fort

Ballsaison in Österreich: Neben den bekannten Bällen wird eine Reihe von Community-Bällen veranstaltet. Einige Bälle haben sich erst in den vergangen Jahren etabliert, andere - wie jene der SerbInnen, KroatInnen und SlowenInnen - blicken auf eine lange Tradition zurück.

Thailändische Community – 85 Prozent Frauen

Die politischen Spannungen in Thailand spitzen sich seit Monaten zu. In Österreich leben rund 5.300 Personen thailändischer Herkunft. 85 Prozent davon sind Frauen. Die thailändische Community ist gut vernetzt und auf Vereinsebene sehr aktiv.