Das Portal für JournalistInnen zu Migration und Integration

Interkulturelle Familien- und Paarberatung

Am 15. Mai findet der Internationale Tag der Familie statt. Interkulturelle Familien sind oft mehrfach belastet. Alleine in Wien gibt es fünf Anlaufstellen für interkulturelle Familien und Paare. Das Sprachenangebot bei den Beratungen ist breit gefächert.

 

Salzburg wählt: Fast alle werben um MigrantInnen

Am 5. Mai finden in Salzburg die Landtagswahlen statt. Für alle Parteien außer dem Team Stronach, kandidiert mindestens einER MigrantIn auf der Landesliste. Die meisten MigrantInnen, die in Salzburg leben, kommen aus Deutschland.  

Tirol wählt: MigrantInnen zumeist angesprochen

Am 28. April wählen die TirolerInnen einen neuen Landtag mit insgesamt 36 Abgeordneten. 13,3 Prozent der Personen im wahlfähigen Alter sind nicht wahlberechtigt. Sieben MigrantInnen sind auf den Landeslisten der Parteien gelistet.

816.000 Migrantinnen leben in Österreich

Rund 816.000 Migrantinnen leben in Österreich. Die meisten Frauen stammen aus Deutschland, Serbien und der Türkei. In den Jahren von 2006 bis 2011 kamen die meisten Zuwandererinnen aus Deutschland und Rumänien. Ein Drittel der Migrantinnen fühlt sich im Job überqualifiziert.

NÖ wählt: Offiziell werben fast alle um MigrantInnen

In Niederösterreich wird am 3. März der neue Landtag gewählt, alle Parteien außer der FPÖ werben laut eigenen Aussagen aktiv um Stimmen der MigrantInnen. Im größten Bundesland Österreichs leben 188.348 Personen ausländischer Herkunft. 5,1 Prozent aller PendlerInnen pendeln aus dem Ausland.

Kärnten wählt: MigrantInnen kaum angesprochen

61.788 Personen ausländischer Herkunft leben in Kärnten, im Wahlkampf für die Landtagswahlen am 3. März spielen MigrantInnen eine geringe Rolle. Die Einbürgerungen gingen stark zurück. Die meisten TouristInnen und ausländischen Studierenden kommen aus Deutschland.

2002-2012: Einbürgerungen gesunken

7.107 Personen wurden 2012 in Österreich eingebürgert. Das sind 5,2 Prozent mehr als im Jahr davor. Die Einbürgerungsrate ist jedoch weiter sehr niedrig. Von 100 AusländerInnen, die ihren Hauptwohnsitz in Österreich haben, wurden 2012 durchschnittlich 0,7 Prozent eingebürgert.

Migration im österreichischen Mainstream-Film

6,9 Prozent aller österreichischen Filme behandelten in den vergangenen zehn Jahren das Thema Migration. Der Hauptfokus lag dabei auf den Bereichen „Asyl“ und „Flucht“. 36 Prozent der RegisseurInnen von "Migrations-Filmen" haben Migrationshintergrund.

Kultur & Kunst: Deutsche Primgeiger

19 Prozent der KünstlerInnen der wichtigsten österreichischen Theater haben eine deutsche Staatsbürgerschaft. Von den MusikerInnen der großen Orchester haben sieben Prozent deutsche Wurzeln. Serbische und kroatische KünstlerInnen gibt es in den wichtigsten Institutionen eine Handvoll, türkische kaum. 

Ballsaison – Viele Communitys feiern lange Tradition

In Österreich wird der Walzer im Dreivierteltakt nicht nur auf klassischen Bällen wie dem Opernball getanzt, sondern auch auf vielen von Communitys veranstalten Bällen. Einige Bälle haben sich erst in den vergangen Jahren etabliert, andere - wie jene der SerbInnen und KroatInnen - blicken auf eine lange Tradition zurück.

Weltreligionen in Österreich – Daten und Zahlen

5,36 Mio ÖsterreicherInnen sind katholisch, 500.000 bis 600.000 muslimisch, 500.000 orthodox und 302.000 evangelisch. Der Hinduismus ist als einziger der fünf Weltreligionen in Österreich nicht als Religionsgemeinschaft anerkannt. Am 20. Jänner 2013 findet weltweit der Tag der Religionen statt. 

Etwa 440 Grundwehrdiener im Ausland geboren

Von den etwa 12.000 Grundwehrdienern wurden 440 im Ausland geboren. Bei den rund 14.500 Berufssoldaten sind es rund 340, die nicht in Österreich geboren wurden. Am 20. Jänner findet die Volksbefragung zum Thema Berufsheer oder Wehrpflicht statt.

Rund 500.000 orthodoxe ChristInnen in Österreich

Etwa 500.000 Menschen orthodoxen Glaubens leben in Österreich. Die Mehrheit davon feiert - nach dem Julianischen Kalender - am 6. und 7. Jänner Weihnachten. Die SerbInnen stellen hierzulande die größte orthodoxe Glaubensgemeinschaft.

Migration & Integration – Was kommt 2013?

5.133 Drittstaatsangehörige dürfen 2013 nach Österreich einwandern, eine Staatsbürgerschaftsnovelle und die "Rot-Weiß-Rot-Fibel" sollen kommen, Asyl wird wohl auch 2013 ein wichtiges Thema bleiben, Wien bekommt einen neuen "Migrations-Award". Hier eine Übersicht zu wichtigen Themen und Veranstaltungen im nächsten Jahr:

Migration & Integration 2012 – Rückblick

In den Bereichen Migration & Integration passierte auch 2012 einiges: Die Unterbringung von AsylwerberInnen war ein großes Thema, die Rot-Weiß-Rot-Karte sowie die Arbeitsmarktöffnung jährten sich zum ersten Mal, das Islamgesetz feierte seinen 100. Geburtstag. Hier eine kompakte Zusammenfassung:

Binationale Trauungen: Deutsche am beliebtesten

Knapp ein Fünftel der rund 36.400 (heterosexuellen) Trauungen in Österreich waren im Jahr 2011 binational. Bei den gleichgeschlechtlichen Paaren verpartnerten sich knapp 30 Prozent binational. Die häufigste binationalen Trauungen und Partnerschaften wurden zwischen ÖsterreicherInnen und Deutschen geschlossen. 

MuslimInnen: Islamisches Neujahr und Aschura-Feier

Über 500.000 Menschen bekennen sich in Österreich zum Islam. Am 15. November feiern MuslimInnen Neujahr. Am 24. November folgt Aschura, der wichtigste schiitische Feiertag. Rund 430 islamische Vereine sind in Österreich aktiv.

Mehrheit der AusländerInnen in alter Heimat bestattet

Die Mehrheit der ausländischen Verstorbenen wird in ihr Heimatland überführt und dort bestattet. 2011 verzeichnete das serbische Konsulat die meisten Überführungen. Die Bestattung Wien führt jährlich etwa 900 Transporte durch.

115 Medien berichten über Integration & Migration

115 Medien, PR-Agenturen, Werbeplattformen, Branchenbücher und interkulturelle Medieninitiativen widmen sich laut neuem Medienhandbuch dem Thema Integration, Migration und Diversität. 70 Medien werden von den Communitys herausgegeben, austro-türkische Medien haben den höchsten Anteil.

Knapp 4.500 Personen kehrten zurück ins Heimatland

Im Jahr 2010 kehrten 4.499 Personen in ihr Heimatland freiwillig zurück. Die organisierte und unterstütze Heimkehr kommt viel öfter vor als eine spontane individuelle Rückreise. Junge Männer kehren am ehesten in ihr Herkunftsland zurück.