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AK Wien: 38% der Mitglieder haben Migrationshintergrund

Rund 320.000 Mitglieder der AK Wien haben Migrationshintergrund. Damit sind 38 Prozent aller Mitglieder MigrantInnen. Diese Personen können - selbst wenn sie nicht die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen - an den AK-Wahlen teilnehmen.

Migration & Integration – Was kommt 2014?

2014 soll ein Anerkennungsgesetz für ausländische Berufsabschlüsse kommen, das Islamgesetz aus dem Jahr 1912 soll novelliert werden. Asyl bleibt ein wichtiges Thema und ein Gesellschaftsklimatag steht an. Die Medien-Servicestelle Neue Österreicher/innen bietet eine Übersicht zu wichtigen Themen und Veranstaltungen im nächsten Jahr.

Migration & Integration 2013 – Rückblick

Im Jahr 2013 ist die Zahl der PolitikerInnen mit Migrationshintergrund gestiegen. Ihr Anteil, gemessen an der Bevölkerung, bleibt jedoch weiter gering. Das neue Staatsbürgerschaftsgesetz soll die Einbürgerung für "besonders gut" Integrierte erleichtern. 2013 war auch das Jahr der Flüchtlingsproteste. Die MSNÖ liefert einen kompakten Rückblick.

Situation älterer MigrantInnen: Später in Pension

Personen mit Migrationshintergrund verbringen ihren Lebensabend zunehmend in ihrer neuen Heimat Österreich. Sie weisen im Vergleich zur autochthonen Bevölkerung eine schlechtere ökonomische Situation auf, leiden öfter unter gesundheitlichen Problemen und sie gehen deutlich später in Pension.

2012 wurden 420 Anerkennungen durchgeführt

Im Jahr 2012 wurden 1.036 Anträge zu Nostrifikationen von Schulzeugnissen und Lehrabschlüssen beurteilt. 420 positiven Bescheiden standen 256 negative gegenüber. 360 erhielten einen Bescheid mit der Vorschreibung von Zusatzprüfungen.

Nostrifikation: JedeR fünfte MigrantIn stellt Antrag

17,7 Prozent der MigrantInnen stellten laut einer Studie der Statistik Austria (2008) einen Antrag auf Bildungsanerkennung, Deutsche ZuwandererInnen werden am häufigsten nostrifiziert, TechnikerInnen sind am erfolgreichsten bei der Anerkennung. 

Dequalifizierung von MigrantInnen am Arbeitsmarkt

Laut Arbeitsklimaindex vom November 2012 verdienen MigrantInnen um rund 150 Euro weniger als autochthone ÖsterreicherInnen. Zusätzlich dazu sind Erwerbstätige mit Migrationshintergrund häufiger von Dequalifikation am österreichischen Arbeitsmarkt betroffen.

Sicherere Baustellen durch mehrsprachige Bauarbeiter

Mehrsprachige Bauarbeiter sorgen durch Übersetzungen für sicherere Baustellen und reibungslosere Abläufe. Zu diesem Ergebnis kommt die AK-Studie "Kommunikation und Sicherheit auf der mehrsprachigen Baustelle". Dennoch wird diese Sonderleistung nicht entlohnt.

Migration & Integration – Was kommt 2013?

5.133 Drittstaatsangehörige dürfen 2013 nach Österreich einwandern, eine Staatsbürgerschaftsnovelle und die "Rot-Weiß-Rot-Fibel" sollen kommen, Asyl wird wohl auch 2013 ein wichtiges Thema bleiben, Wien bekommt einen neuen "Migrations-Award". Hier eine Übersicht zu wichtigen Themen und Veranstaltungen im nächsten Jahr:

Migration & Integration 2012 – Rückblick

In den Bereichen Migration & Integration passierte auch 2012 einiges: Die Unterbringung von AsylwerberInnen war ein großes Thema, die Rot-Weiß-Rot-Karte sowie die Arbeitsmarktöffnung jährten sich zum ersten Mal, das Islamgesetz feierte seinen 100. Geburtstag. Hier eine kompakte Zusammenfassung:

Berufsschulen: Geringer Anteil an MigrantInnen

Mehr als ein Drittel der MigrantInnen beendet die Schullaufbahn nach der Schulpflicht. Ihr Anteil ist in Berufsschulen am niedrigsten. Ausländische Lehrlinge sind am häufigsten in der überbetrieblichen Lehrausbildung und im Tourismus tätig.

Wiener MigrantInnen: Hohe Sprachkompetenz

Wiener MigrantInnen beherrschen im Durchschnitt drei Sprachen - und sind damit mehrsprachiger als autochthone ÖsterreicherInnen. Fast 40 Prozent der MigrantInnen sprechen sogar eine vierte oder fünfte Sprache. Ihr Spektrum umfasst insgesamt 100 verschiedene Sprachen.

 

Fachkräfte: Wirtschaft benötigt Zuwanderung

Der Fachkräftemangel spitzt sich zu: Fast 150.000 neue MitarbeiterInnen werden laut einer aktuellen Studie in den nächsten sechs Monaten benötigt. Vor allem durch mehr qualifizierte ZuwanderInnen erhoffen sich Unternehmen eine Besserunge der Lage.

OECD: Defizite bei Integration am Arbeitsmarkt

Zuwanderung spielt für den österreichischen Arbeitsmarkt eine besondere Rolle. Die Integration von MigrantInnen in den Arbeitsmarkt hat zwar Fortschritte gemacht, hinkt aber laut aktuellen Ergebnissen der OECD immernoch dem Status Quo anderer Staaten nach.

Integrationsbericht 2012

Der Integrationsbericht 2012 untersucht anhand von Zahlen, Daten und Fakten der Statistik Austria das Zusammenleben von Personen in- und ausländischer Herkunft in Österreich.

20-Punkte-Programm: Die Bilanz des Expertenrats

Der Expertenrat für Integration zieht Bilanz über die Umsetzung seines vor einem Jahr veröffentlichten 20-Punkte-Programms. Weiters werden Potentiale der Maßnahmen im integrationspolitischen Bereich besprochen.

Ein Jahr Rot-Weiß-Rot-Karte: Bisher 1.815 Anträge

Seit der Einführung der Rot-Weiß-Rot-Karte am 1. Juli hat das AMS 1.431 positive Gutachten erstellt. Die meisten davon gab es für Arbeitskräfte aus Russland, Bosnien, den USA, Kroatien und Serbien bzw. für ManagerInnen und IT-TechnikerInnen. 100 Personen erhielten die “Bluecard”, 35 das “Jobseeker/Arbeitssuche-Visum”.

Zuwanderung: Empfehlungen der Sozialpartner

Die aktuelle Studie "Migration und Integration" des Beirats der Sozialpartner zeigt Herausforderungen, Lösungsmöglichkeiten und Chancen bei der Zuwanderung auf. Die Studie konzentriert sich auf die Bereiche "Integrationsbegleitung", "Bildung", "Arbeitsmarkt" und "Migration".

Arbeitsmarktöffnung: Großer “Run” blieb aus

Ein Jahr nach der Arbeitsmarktöffnung zeigt sich, dass Panikmache unangebracht war: Seit Juni 2011 waren aus den EU-Beitrittsländern 2004 durchschnittlich rund 20.800 ArbeitnehmerInnen mehr in Österreich beschäftigt als im Jahr zuvor. Insgesamt arbeiten etwa 100.400 Menschen aus diesen Staaten hierzulande.

MigrantInnen als UnternehmerInnen

An die 70.000 MigrantInnen gehen in Österreich einer selbstständigen Arbeit nach. Das entspricht 9,2 Prozent aller erwerbstätigen MigrantInnen. Der Anteil der MigrantInnen an allen Selbstständigen in Österreich beträgt 9,4 Prozent. Unabhängigkeit ist das wichtigste Motiv für Unternehmensgründungen.