Das Portal für JournalistInnen zu Migration und Integration

Interkulturelle Familien- und Paarberatung

Am 15. Mai findet der Internationale Tag der Familie statt. Interkulturelle Familien sind oft mehrfach belastet. Alleine in Wien gibt es fünf Anlaufstellen für interkulturelle Familien und Paare. Das Sprachenangebot bei den Beratungen ist breit gefächert.

 

Salzburg wählt: Fast alle werben um MigrantInnen

Am 5. Mai finden in Salzburg die Landtagswahlen statt. Für alle Parteien außer dem Team Stronach, kandidiert mindestens einER MigrantIn auf der Landesliste. Die meisten MigrantInnen, die in Salzburg leben, kommen aus Deutschland.  

Tirol wählt: MigrantInnen zumeist angesprochen

Am 28. April wählen die TirolerInnen einen neuen Landtag mit insgesamt 36 Abgeordneten. 13,3 Prozent der Personen im wahlfähigen Alter sind nicht wahlberechtigt. Sieben MigrantInnen sind auf den Landeslisten der Parteien gelistet.

MiMi-LotsInnen für ein gesundes Leben

24 GesundheitslotsInnen des Projekts "Mimi - Von Migranten für Migranten" versorgen MigrantInnen mit Informationen zum österreichischen Gesundheitswesen. Daneben soll ein Bewusstsein zu mehr Verantwortung für die eigene Gesundheit geschaffen werden. 

2012 wurden 420 Nostrifikationen durchgeführt

Im Jahr 2012 wurden 1.036 Anträge zu Nostrifikationen von Schulzeugnissen und Lehrabschlüssen beurteilt. 420 positiven Bescheiden standen 256 negative gegenüber. 360 erhielten einen Bescheid mit der Vorschreibung von Zusatzprüfungen.

Nostrifikation: JedeR fünfte MigrantIn stellt Antrag

17,7 Prozent der MigrantInnen stellten laut einer Studie der Statistik Austria (2008) einen Antrag auf Bildungsanerkennung, Deutsche ZuwandererInnen werden am häufigsten nostrifiziert, TechnikerInnen sind am erfolgreichsten bei der Anerkennung. 

Asylanträge: Österreich auf Rang neun

Platz neun belegte Österreich 2012 in der Reihung der Industrienationen, in denen die meisten Asylanträge gestellt wurden. Insgesamt hat sich der Aufwärtstrend von 2011 in den Industriestaaten gehalten. Im Jahr 2012 gab es neun Prozent mehr Anträge als 2011. 

218.596 SchülerInnen mit nicht-deutscher Umgangssprache

218.596 SchülerInnen hatten im Schuljahr 2011/12 eine nicht-deutsche Umgangssprache. BKS (63.348) und Türkisch (57.570) waren  dabei am häufigsten vertreten. Die meisten SchülerInnen mit nicht-deutscher Umgangssprache wohnen in Wien.  

42 Sprachen im Psychotherapieangebot – Großer Bedarf

Psychotherapie wird in Österreich in 42 Sprachen angeboten. Insgesamt gibt es zwischen 150 und 200 Erstsprachen. ExpertInnen der interkulturellen bzw. transkulturellen Psychotherapie fordern eine Sprachen-Ausweitung des Therapieangebots. 

816.000 Migrantinnen leben in Österreich

Rund 816.000 Migrantinnen leben in Österreich. Die meisten Frauen stammen aus Deutschland, Serbien und der Türkei. In den Jahren von 2006 bis 2011 kamen die meisten Zuwandererinnen aus Deutschland und Rumänien. Ein Drittel der Migrantinnen fühlt sich im Job überqualifiziert.

NÖ wählt: Offiziell werben fast alle um MigrantInnen

In Niederösterreich wird am 3. März der neue Landtag gewählt, alle Parteien außer der FPÖ werben laut eigenen Aussagen aktiv um Stimmen der MigrantInnen. Im größten Bundesland Österreichs leben 188.348 Personen ausländischer Herkunft. 5,1 Prozent aller PendlerInnen pendeln aus dem Ausland.

Kärnten wählt: MigrantInnen kaum angesprochen

61.788 Personen ausländischer Herkunft leben in Kärnten, im Wahlkampf für die Landtagswahlen am 3. März spielen MigrantInnen eine geringe Rolle. Die Einbürgerungen gingen stark zurück. Die meisten TouristInnen und ausländischen Studierenden kommen aus Deutschland.

2002-2012: Einbürgerungen gesunken

7.107 Personen wurden 2012 in Österreich eingebürgert. Das sind 5,2 Prozent mehr als im Jahr davor. Die Einbürgerungsrate ist jedoch weiter sehr niedrig. Von 100 AusländerInnen, die ihren Hauptwohnsitz in Österreich haben, wurden 2012 durchschnittlich 0,7 Prozent eingebürgert.

Dequalifizierung von MigrantInnen am Arbeitsmarkt

Laut Arbeitsklimaindex vom November 2012 verdienen MigrantInnen um rund 150 Euro weniger als autochthone ÖsterreicherInnen. Zusätzlich dazu sind Erwerbstätige mit Migrationshintergrund häufiger von Dequalifikation am österreichischen Arbeitsmarkt betroffen.

Migration im österreichischen Mainstream-Film

6,9 Prozent aller österreichischen Filme behandelten in den vergangenen zehn Jahren das Thema Migration. Der Hauptfokus lag dabei auf den Bereichen „Asyl“ und „Flucht“. 36 Prozent der RegisseurInnen von "Migrations-Filmen" haben Migrationshintergrund.

Kultur & Kunst: Deutsche Primgeiger

19 Prozent der KünstlerInnen der wichtigsten österreichischen Theater haben eine deutsche Staatsbürgerschaft. Von den MusikerInnen der großen Orchester haben sieben Prozent deutsche Wurzeln. Serbische und kroatische KünstlerInnen gibt es in den wichtigsten Institutionen eine Handvoll, türkische kaum. 

Flüchtlinge und ihre psychische Befindlichkeit

Viele Asylwerbende sind Opfer von Folter und Gewalt, viele Flüchtlinge leiden an posttraumatischen Belastungsstörungen und Depressionen. Der Bedarf an psychotherapeutischer Behandlung ist sehr hoch. Die Therapie wird auch gern angenommen, es mangelt jedoch an Betreuungsmöglichkeiten.

Ballsaison – Viele Communitys feiern lange Tradition

In Österreich wird der Walzer im Dreivierteltakt nicht nur auf klassischen Bällen wie dem Opernball getanzt, sondern auch auf vielen von Communitys veranstalten Bällen. Einige Bälle haben sich erst in den vergangen Jahren etabliert, andere - wie jene der SerbInnen und KroatInnen - blicken auf eine lange Tradition zurück.

Sicherere Baustellen durch mehrsprachige Bauarbeiter

Mehrsprachige Bauarbeiter sorgen durch Übersetzungen für sicherere Baustellen und reibungslosere Abläufe. Zu diesem Ergebnis kommt die AK-Studie "Kommunikation und Sicherheit auf der mehrsprachigen Baustelle". Dennoch wird diese Sonderleistung nicht entlohnt.

17.415 Asylanträge im Jahr 2012

Im Jahr 2012 wurden insgesamt 17.415 Asylanträge gestellt. Die meisten kamen aus Afghanistan, gefolgt von der Russischen Föderation/Tschetschenischen Republik und Pakistan. Nur ein Bruchteil der globalen Flüchtlinge landet in Europa.