Eishockey-Liga: Von 330 Profis sind 120 „Legionäre“

Factbox

  • Rund ein Drittel der EBEL-Eishockey-Profis Ausländer
  • Über 100 sind nordamerikanische Staatsbürger
  • Red Bull Salzburg beschäftigt die meisten „Legionäre“
  • Der KAC mit sieben Kanadiern am wenigsten
  • Nur der HC Znojmo hat einen heimischen Head Coach

 

 

Die Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) startet am 6. September 2012 in die neue Saison. Im aus der österreichischen Eishocky-Liga entstandenen Bewerb sind neben acht hiesigen Vereinen Mannschaften aus Kroatien, Ungarn, der Slowakei und Tschechien mit am Start. Die Medien-Servicestelle Neue Österreicher/innen (MSNÖ) sah sich an, wie viele „Legionäre“ bei den Teams spielen: Knapp über ein Drittel der in der EBEL aktiven Spieler sind ausländische Staatsbürger (Stand 4. September).

Kanadier dominieren

120 der insgesamt 330 Eishockey-Profis in der Liga sind Legionäre. Traditionell stammen viele ausländische Spieler, die in mitteleuropäischen Vereinen beschäftigt sind, aus Nordamerika. Aktuell sind 81 kanadische Staatsbürger bei den Vereinen gemeldet. Von ihnen haben 75 „nur“ die kanadische Staatsbürgerschaft, weitere sechs eine Doppelstaatsbürgerschaft mit einer weiteren ausländischen Staatsbürgerschaft (vor allem kanadisch-italienisch und kanadisch-kroatisch).

20 Legionäre kommen aus den USA. Damit haben über 80 Prozent der Legionäre und über 30 Prozent aller Liga-Spieler eine nordamerikanische Staatsbürgerschaft:

Land Anzahl
Kanada 81 (75+6)*
USA 20
Slowakei 4
Slowenien 5
Finnland, Russland, Lettland 2
Frankreich, Tschechien, Schweden, Italien 1

Herkunftsländer ausländischer Profis in den Kadern der EBEL-Vereine. Quelle: Eigene Recherche/Vereine (* 75 kanadische Staatsbürger plus sechs Auslands-Doppelstaatsbürgerschaften)

Salzburg: Fast 50 Prozent Legionäre

Ein Blick in die Kaderlisten der EBEL-Vereine zeigt, dass Red Bull Salzburg wie in der österreichischen Fußball-Bundesliga (siehe dazu den MSNÖ-Artikel 60-Fußball-Legionäre“ in der Bundesliga) die meisten Legionäre beschäftigt, nämlich 14 von 29 Spielern im aktuellen Kader. Nach Salzburg ist Graz der Verein mit den meisten ausländischen Staatsbürgern im Team, danach wechseln sich österreichische und nicht-österreichische Vereine ab:

Verein Legionäre Spieler im Kader
Red Bull Salzburg  14 29
Graz 99ers  13 27
EC Dornbirn  12 28
Vienna Capitals  12 27
Zagreb Medvescak 11 26
Black Wings Linz  10 27
Olimpija Ljubljana  10 28
Villacher SV  9 30
HC Innsbruck  8 31
HC Orli Znojmo  7 24
Fehervar Alba Volan  7 27
Klagenfurter AC  7 26

„Legionäre“ in der EBEL nach Vereinen. Quelle: Eigene Recherche/Vereine

Von den zwölf EBEL-Mannschaften kommt keine einzige ohne Kanadier aus, acht haben zumindest einen US-Bürger im Aufgebot. Klagenfurt hat mit sieben Kanadiern nur Legionäre aus dem nördlichsten amerikanischen Staat.

Neun Doppelstaatsbürger mit Österreich-Nationalität

Neben den 120 „echten“ Legionären gibt es eine Handvoll Spieler, die eine Doppelstaatsbürgerschaft in Kombination mit der österreichischen Staatsbürgerschaft haben und bei heimischen Teams gemeldet sind: Michael Lebler und Brian Lebler (beide AUT/CAN) spielen bei den Black Wings Linz und wurden in Kanada geboren. Die gebürtigen Deutschen Stefan Stefaniszin (AUT/GER) und Stefan Langwieder (AUT/GER) stehen im Grazer Kader, genauso wie die in Österreich zur Welt gekommene Taylor Holst (AUT/SVK) und Leon Konecny (AUT/SLO).

Christoph Echtler (AUT/GER), in Deutschland zur Welt gekommen, und der gebürtige Tiroler Valentin Schennach (AUT/GER) sind für Innsbruck im Einsatz. EC Dornbirn hat einen Doppelstaatsbürger in der Mannschaft: der in Slowenien geborene David Slivnik (AUT/SLO).

 

Fast alle Coaches ausländische Staatsbürger

Auch bei den Coaches setzen die EBEL-Vereine auf Ausländer. Allein der HC Znojmo hat mit Martin Stloukal einen einheimischen Trainer. Neben den Kanadiern sind vor allem Nordeuropäer beliebt, wie die Liste der aktuellen Head Coaches zeigt:

 

Vienna Capitals: Tommy Samuelsson (Nationalität: Schweden)
VSV: Hannu Järvenpää (Finnland)
Salzburg: Pagè Pierre (Kanada)
KAC: Christian Weber (Schweiz)
Linz: Rob Daum (Kanada)
Graz: Mario Richer (Kanada)
Ljubljana: Heikki Mälkiä (Finnland)
Fehervar: Kevin Primeau (Kanada)
Znojmo: Martin Stloukal (Tschechien)
Zagreb:Marty Raymond (Kanada)
Dornbirn: Dave MacQueen (Kanada)
Innsbruck: Daniel Naud (Kanada)

 

Weiterführende Information und Kontakte:

 

Web-Auftritt der Erste Bank Eishockey Liga

 

KAC, Klaus Resei, Pressestelle: +43 676 88 990 789, resei@kac.at

 

VSV, Vereins-Büro: +43 4242/55839, office@ecvsv.at

 

Red Bull Salzburg, Guido Stapelfeldt, Pressestelle: +43 663 63 96 56, icehockeyrbs.presse@redbulls.com

 

Vienna Capitals, Raimund Fabi, +43 699 140 999 41, presse@vienna-capitals.at

 

HC Innsbruck, Irmi Niederwieser, Pressestelle: +43 512 251 521, irmi.niederwieser@hcinnsbruck.at

 

EC Dornbirn, Christian Dreier, Pressestelle: +43 5572 24465-123, c.dreier@cdmediateam.com

 

Black Wings Linz, Klaus Führer, Pressestelle: +43 0732 / 94 34 34 presse@ehcliwest.at

 

Graz 99ers, Alexander Fasching, PR und Marketing: Tel: +43 (676) 88704825 alexander.fasching@99ers.at

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