Arbeit und Bildung – Erfolgreiche Asiaten

Factbox

  • In Österreich leben etwa 30.000 Chinesen
  • 2010 waren nur 105 chinesische Staatsbürger arbeitslos gemeldet
  • Es gibt 1.168 von Chinesen betriebene Restaurants in Österreich, davon 508 in Wien
  • Von etwa 20.000 Indern waren 2010 im Schnitt 175 arbeitslos
  • Nur sieben der rund 2.500 Südkoreaner waren arbeitslos gemeldet
  • Als zentral wird die Ausbildung der Kinder angesehen

Die große Mehrheit der in Österreich lebenden Asiaten kann sich in Bezug auf Arbeit und Bildung mit Fug und Recht als erfolgreich bezeichnen. Im Jahr 2010 waren in Österreich laut AMS lediglich 280 Chinesen und Inder (die beiden größten asiatischen Communities) arbeitslos gemeldet.

Diese Arbeitssicherheit verdanken sie nicht nur der regen Arbeitsamkeit, sondern auch der starken Vernetzung. Gerade bei den asiatischen Migranten ist das Arbeiten innerhalb der Gemeinschaft beliebt, geschätzt und wichtig, sodass notfalls rasch eine Stelle gefunden werden kann. Besonderes Augenmerk wird auf die Ausbildung der Kinder gelegt.

1.168 chinesische Restaurants
„Die Hauptarbeitsbereiche der Chinesen sind noch immer chinesische Restaurants, doch es gibt immer mehr Beschäftigung im Einzel- und Großhandel und Dienstleistungsbereich“, erklärt Gerd Kaminski vom Österreichischen Institut für China- und Südostasienforschung. Das Österreichische Telefonbuch führt insgesamt 1.168 von Chinesen betriebene Restaurants in Österreich auf.

Wirtschaftlicher Erfolg ist für die etwa 30.000 in Österreich lebenden Chinesen sehr wichtig. „Sie haben häufig sehr lange Arbeitszeiten und wenig Freizeit“, schildert Stefan Almer von der Fachabteilung der Stadt Wien für Integration und Diversität (MA 17). Dafür waren laut AMS 2010 nur 105 chinesische Staatsbürger arbeitslos gemeldet. Die Ausbildung der Kinder ist eines der wichtigsten Ziele und steht vielfach im Mittelpunkt der Erziehung. Sie erfolgt mit großer Unterstützung, teils aber auch Druck der Eltern.

Inder und Koreaner sind kaum arbeitlos

Relativ ähnlich – in Bezug auf Arbeit und Bildung – ist die Situation in der indischen Community. Etwa 25 Prozent der rund 20.000 Inder in Österreich stammen aus Kerala. Sie arbeiten zum größten Teil im Gesundheitssektor und im Vienna International Center. Der Rest ist vorwiegend in indischen Restaurants und Geschäften beschäftigt oder selbstständig. Sikhs sind im Stadtbild großteils als Zeitungsverkäufer präsent. Zunehmend äußern sie Unzufriedenheit wegen Diskriminierungen bei der Einstellung, vor allem im Bezug auf den Turban. 2010 waren lediglich 175 indische Staatsbürger arbeitslos gemeldet.

Eine weitere wirtschaftlich erfolgreiche Gemeinschaft stellen die Sükoreaner dar. Von den etwa 2.500 in Österreich lebenden Koreanern sind etwa 50 Prozent Studenten. „Der Rest verteilt sich in etwa gleichmäßig auf Diplomaten, Geschäftsleute und Restaurant-Besitzer“, so Sobang Yoo. Die Generalsekretärin des Koreanischen Kulturhauses erklärt weiter: „Die Zahl der Beschäftigten in der Community selbst nimmt durch die koreanische Schule und das Koreanische Kulturhaus zu“. Nur sieben südkoreanische Arbeitslose zählt das AMS. Kinder von Südkoreanern in Österreich besuchen großteils die AHS.

Weiterführende Informationen und Kontakte:

Gerd Kaminski, Österreichisches Institut für China- und Südostasienforschung: lbichina@netway.at

Stefan Almer, Fachabteilung der Stadt Wien für Integration und Diversität (MA 17):  stefan.almer@wien.gv.at

Fr. Sobang Yoo, Generalsekretärin Koreanisches Kulturhaussobang_kim@hotmail.com

Veronika Kim-Hauser, Verein zur Förderung des Kulturaustusches zwischen Austria und Korea: veronikakimhauser@gmail.com

Koreanische Schule Wien.

Fr. Mingnan Zhao, Dossier 10 „Chinesische Communities“ vom Österreichischen Integrationsfonds: mingnan@gmail.com

Christina Kundu, Obfrau des Aswattha Forums zur Integration von Hindus in Österreich: aswattha@gmx.at

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